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Berlin! Berlin! Wir waren in Berlin!

Berlin! Berlin! Wir waren in Berlin!

Es war der 09.06.16 um 04:15 Uhr morgens, als sich eine Gruppe von 34 Schülerinnen und Schülern an der Bushaltestelle der OHR Selm versammelte. Der Grund: Eine Fahrt nach Berlin. Und so machte ein Teil der Jahrgangsstufe 10 zusammen mit Frau Abendroth, Frau Deister und der ehemaligen Schülerin Annabelle Röttger die Hauptstadt unsicher!

Nach der siebenstündigen Fahrt kamen wir an unserem ersten Ziel an: Ein kleiner, aber gut erhaltener Teil der Berliner Mauer an der Bernauer Straße, der bis heute ein kleines Loch zum Durchschauen bzw. Schmuggeln von Pässen aufweist. Danach ging es mit der recht stickigen S-Bahn zum Checkpoint Charlie und zum anschließenden Besuch des "Mauermuseums", wo wir das Leben an der Mauer verfolgen konnten. Außerdem lernten wir Möglichkeiten kennen, wie man sich aus der ehemaligen DDR heraus mogeln konnte. Dabei waren die Leute wirklich kreativ! Kinder in Koffern, selbstgebaute Seilbahnen, selbst gebastelte Heißluftballons, ausgehöhlte Surfboards und gebastelte Tauchutensilien (der Besitz von Taucherflaschen war verboten) sind nur einige der vielen doch sehr außergewöhnlichen Ideen.

Nach diesen Eindrücken ging es zunächst zum Imbiss des "Curry-Wurst-Museums", den wir aufgrund von Überfüllung schnell wieder verließen und die Curry-Wurst, eines der Wahrzeichen der Stadt, nebenan im Outdoor-Imbiss mit Beach-Feeling genossen.

Danach dackelten wir zurück zur S-Bahn und fuhren zur Spree, wo wir uns zunächst ein leckeres Eis gönnten und anschließend mit einem Boot eine Stunde lang über die Spree durch Berlin fuhren. Einen wunderschönen, großen Park, den Bundestag und vieles mehr bekamen wir zu Gesicht, was wir eigentlich nur aus dem Fernsehen kennen. Sie in "live" zu sehen, lässt die Gebäude noch größer und mächtiger erscheinen, als sie bereits sind.

Ohne Stopp ging es dann zu den Hackeschen Höfen. In und um die insgesamt neun Höfe, die wie in einem Labyrinth verzweigt sind, lebten vor dem Zweiten Weltkrieg viele Juden. Heute findet man hier viele kleine Boutiquen.

Nach ca. einer Stunde ging es weiter zum Wahrzeichen Berlins: Dem Brandenburger Tor. Leider konnten wir dort nicht direkt heran, das das Tor wegen des Public Viewings zur EM abgezäunt war. Kurze Zeit später näherte sich eine Demo, die von den Polizeiautos und der sich dahinter befindenden rufenden Masse angekündigt wurde. Zügig gingen wir deshalb zum Reichstagsgebäude und bestaunten das prachtvolle Gebäude. Fotos durften natürlich nicht fehlen!

Anschließend schleppten wir uns erschöpft zum Stelen-Mahnmal, das an die vielen jüdischen Opfer des Nationalsozialismus in Deutschland erinnert und zum Nachdenken anregt. Es erfüllt seinen Zweck: Man fühlt sich klein und hilflos zwischen den teileweise vier Meter hohen Gedenksteinen!

Zum Abschluss des Tages konnten wir uns für ca. zwei Stunden in der "Mall of Berlin" am Potsdamer Platz aufhalten. Und zu guter Letzt erlebten wir alle zusammen in einem international bekannten Pizza-Schnellrestaurant ein Candlelight-Dinner der anderen Art! Pappsatt und völlig erschöpft stiegen wir wieder in unseren Bus ein und traten die Rückfahrt an, auf der wir nur noch schlafen wollten.

Insgesamt eine sich lohnende Reise mit vielen Highlights und atemberaubenden Ausblicken, wie auch auf die Skyline von Berlin bei Nacht! (Aileen Ditzel, 10e)

Eintrag vom: 16.06.2016