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Erfolgreicher Theater- und Musikabend der Otto-Hahn-Realschule

Erfolgreicher Theater- und Musikabend der Otto-Hahn-Realschule

Selm. Einen erfolgreichen Theater- und Musikabend gestalteten jetzt Schülerinnen und Schüler der Otto-Hahn-Realschule Selm, in dem das „Tagebuch der Anne-Frank“ als Theaterstück im Mittelpunkt stand. Rund 200 Zuschauer im vollbesetzten Bürgerhaus zeigten sich nach der über zweistündigen Aufführung der Theater- und Musik-AGs tief beeindruckt und spendeten langanhaltenden Applaus.

Das Theaterstück, das von Barbara Bongert und Frederike Heitmann einstudiert worden war, basiert auf den Tagebuchaufzeichnungen von Anne Frank –  hervorragend dargestellt von Alina Hrulevic –, die auf diese Art und Weise ihre Sorgen und Unmutsausbrüche loswerden konnte. Begleitet wurde das Theaterstück von den Schulbands unter der Leitung von Musiklehrer Benedikt Striepens mit ausgewählten melancholischen Balladen und Liebesliedern, die die Situation Anne Franks in ihren scheinbaren Alltäglichkeiten, wie Ängste, Streitereien, aber auch ihrer Liebesbeziehung zu Peter (gespielt von Jonah Bröckelmann) widerspiegelten. Sängerin Evelin Kucerjaev beeindruckte zudem, indem sie innerhalb des Theaterstücks mehrfach ergreifend „Hevenu shalom alejchem“ vortrug.

Die Geschichte der Anne Frank hat auch 70 Jahre nach Befreiung der KZs nichts an Intensivität verloren: Die Familie Frank (Mutter: Hannah Niechcial, Vater: Sven Kulms, Schwester Margot: Helena Tillmann) bemüht sich, die Last des Alltags in der Enge des Versteckes zu bewältigen und das Zusammenleben mit der Familie van Daan (Frau van Daan: Luisa Fundis, Herr van Daan: Florian Bergmann) und der verschrobenen Zahnärztin Frau Dussel (Jana Nientiedt) erträglich zu gestalten. Nur mit Hilfe zweier Angestellten, Miep Gies (Amelie Mitrenga) und Herrn Kraler (Samuel Haefs), schaffen sie es, drei Jahre in ihrem Versteck unentdeckt zu bleiben, bis sie dann doch verraten wurden. Nur Herr Frank, der am Schluss alleine schweigend auf der  Bühne zurückbleibt, überlebte und machte das Tagebuch der Öffentlichkeit zugänglich.

Dieser anspruchsvollen Thematik wurden alle beteiligten Schülerinnen und Schüler mit beeindruckender Ernsthaftigkeit gerecht. Ein blumiges Dankeschön überreichte abschließend die Schulleitung den Verantwortlichen. Bedauert wurde nur, dass das ambitionierte Projekt nach dieser Aufführung kein weiteres Mal mehr aufgeführt werden wird.

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Eintrag vom: 28.05.2015