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Realschüler sorgen als BusGuides für Sicherheit

Realschüler sorgen als BusGuides für Sicherheit

 SELM Kein Gedrängel mehr beim Einsteigen in den Bus: Die sogenannten "BusGuides" an der Otto-Hahn-Realschule sorgen ab sofort für die Sicherheit der 340 Fahrschüler. Erkennbar sind die 19 Jungen und Mädchen an den leuchtend gelben Armbändern.
Schüler der Klassen 9a und 9c wurden hierfür an anderthalb Tagen ausgebildet.


Auf dem Programm stand neben einem Sicherheitstraining auch eine Schulung in Deeskalationsmaßnahmen.
 
Neuntklässler ausgebildet

„Wir haben gezielt Neuntklässler angesprochen, da sie sowohl von den jüngeren als auch von den älteren Schülern akzeptiert werden“, erklärt Schulverwaltungsassistent Andreas Raesfeld. Eingebettet ist die Aktion in das Projekt „NimmBus“, das die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) neu initiiert hat.
Neben der klassischen Busschule für Vier- bis Fünftklässler und den neu geschaffenen „BusGuides“ richtet sich „NimmBus“ auch an ältere Menschen. Für sie gibt es spezielle Tarif- und Fahrkartenautomaten-Schulungen. Finanziert wird „NimmBus“ aus Mitteln der ÖPNV-Landespauschale.

Besuch des Landrats

Landrat Michael Makiolla war am Montag in die Otto-Hahn-Realschule gekommen, um die Schüler und Schülerinnen als offizielle „BusGuides“ zu begrüßen. Er berichtete von einer Realschule in Unna-Massen, bei der das Konzept bereits fest installiert sei und gut funktioniere. „Das Einsteigen läuft reibungslos, die Schüler stellen sich in Zweierreihen an und warten auf den Bus.“
Makiolla lobte die „BusGuides“ der OHR für ihr ehrenamtliches Engagement, das ihnen auch bei späteren Bewerbungen hilfreich sein könne. Jeweils zwei Schüler sind auf den Schulbus-Linien nach Bork, Cappenberg und Südkirchen eingesetzt.
Klaus Stindt, Dienststellenleiter des Kommissariates Vorbeugung, der das Deeskalationstraining durchführte, war ebenfalls von den Schülern begeistert: „Sie haben das Ganze mit viel Ruhe, Kompetenz und Sicherheit gemeistert.“ „Es wird immer viel von Verantwortung der Schüler gesprochen, hier können sie sie in die Praxis umsetzen“, ist Schulleiter Guido Fleige überzeugt.
Zwar sei es bisher noch zu keinem Unfall gekommen, Eltern jüngerer Schüler hatten sich jedoch im Sekretariat über Pöbeleien im Bus beschwert, so Fleige. Hier sollen die „BusGuides“ ebenfalls schlichtend eingreifen. 

Quelle: RuhrNachrichten.de - 22.02.2011 - Ilka Bärwald

Bild: Astrid Breker ist einer der 19 BusGuides, die die Otto-Hahn-Realschule in Zusammenarbeit mit dem VKU ausgebildet hat. Schulleiter Guido Fleige (l.) und Landrat Michael Makiolla (8.v.l.) begrüßten die Aktion. (Ilka Bärwald)

Eintrag vom: 22.02.2011