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Kunst-AG erstellt Kulissenbild

Kunst-AG erstellt Kulissenbild

Die Kunst-AG bekam kurz vor Weihnachten von der BIB den Auftrag ein Kulissenbild für eine Aufführung zu den "drei ???  und der Superpapgei" am Saus dem Buch sollten wir als Kulisse aufmalen: " ...immer wieder hatte Bob seinen Spaß an dem hohen Zaun (...). Die ganze Rückfront des Zauns bedeckte eine Darstellung des Feuers nach dem Erdbeben von 1906 in San Francisco, ein dramatisches Panorama von brennenden Häusern, Feuerwehrwagen mit vorgespannten Pferden in voller Fahrt und flüchtenden Menschen mit ihrer Habe in Bündeln auf dem Rücken.

Es war eine neue Erfahrung nach einer genauen Vorgabe arbeiten zu müssen. Zum Teil erweist sich das als schwieriger, als wenn man seiner Phantasie freien Lauf lassen kann. Zum Bildthema des historischen Erdbebens recherchierten wir im Internet. Die Komposition auf der Bretterwand als Maluntergrund bauten wir in drei Teilen auf: das obere Drittel soll einen dramatischen Feuer- und Rauchhimmel über der Skyline von typischen Häusern San Franciscos zu der Zeit um 1900 darstellen. In der linken oberen Ecke ist z.B. das Rathaus mit Kuppel , ein Wahrzeichen der Stadt  zu sehen.
Im Mittelgrund befinden sich die Häuser und die zerstörten freien Bereiche der Stadt nach dem Beben und dem viel schwererwiegenden anschließenden Feuer. Im Vordergrund sehen die Theaterbesucher in Silhouttentechnik gemalt einen Pferdewagen mit Kutscher und einen aufrecht stehenden Menschen. Dieser schaut in der Vorlage nach vorne beim Packen von Bündeln auf den Wagen. Durch die schwarze schablonenhafte Darstellung kann er aber genauso seinen Blick auf die brennende Stadt richten und dem Zuschauer seinen Rücken zukehren. Auf diese Weise wird der Zuschauer mit ins Geschehen genommen.
Am rechten Bildrand rennt ein weiterer Mann mit Blick in die Stadt aus dem Bildgeschehen.

Mit der gewählten Komposition, den reduzierten Bildinhalten und der schemenhaften Maltechnik mit Acryl- und Abtönfarben wollten wir die Fernwirkung einer Kulisse erreichen. Auch der letzte Zuschauer im Bürgerhaus soll die Bildthematik erkennen und die Stimmung spüren.
Der ganztägige workshop am Dienstag nach den Weihnachtsferien war eine tolle Erfahrung. In dieser Zeit konnten wir in Ruhe die Bildinhalte besprechen und festlegen, die Grundierung der Bretterwand vornehmen und dann Schicht für Schicht in den drei Bildebenen arbeiten. An den darauffolgenden Tagen stellten uns freundlicherweise noch einige KollegInnen vom Unterricht frei, so dass wir mit diesen "Zeitgeschenken" und dem Malen in den Pausen pünktlich mit der Auftragsarbeit fertig werden konnten. Auch, wenn wir den Unterrichtsstoff jetzt nachholen müssen, so war diese Kunstarbeit doch eine ganz besondere Erfahrung.

Eintrag vom: 15.01.2013