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Projektwoche zur Berufsorientierung

Projektwoche zur Berufsorientierung

SELM Rund um den Girls-und Boysday am vergangenen Donnerstag veranstaltete die Realschule eine ganze Projektwoche. Von Dienstag bis Freitag konnten Jungen und Mädchen in die typischen Berufe des anderen Geschlechts schnuppern. Und so mach einer wurde dabei ganz schön dreckig.
Wer am Freitagmorgen einen Blick in die Klassenräume des 8. Jahrgangs der Realschule warf, konnte meinen, sich im Gebäude geirrt zu haben. Im Klassenraum der 8e stand Frühstück auf den Schultischen und neun Mädchen hatten es sich in einer Kuschelecke bequem gemacht. Unter ihnen Klassenlehrerin Kirsten Wever.
„Wir sind gerade mit dem Zumba-Tanz fertig“, erzählen Kathrin, Viona, Greta und Nailja. Die Mädchen haben sichtlich Spaß in ihrer Runde.

Willkommene Abwechslung
Grund für diese willkommene Abwechslung vom Unterricht war eine Projektwoche rund um den Girls- und Boys Day am vergangenen Donnerstag. Dienen soll die Projektwoche, die an der Realschule jährlich durchgeführt wird, der Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler. Von Dienstag bis Freitag wurden die Jungen und Mädchen komplett getrennt.
Während die Jungen in verschiedenen sozialen Einrichtungen der Stadt in die Berufswelt schnupperten, lernten die Mädchen am Mittwoch und Donnerstag eher typische Männerberufe kennen.

Richtig dreckig
Ob in der Raffinerie, im Recyclingwerk, am Computer oder in der Kfz-Werkstatt machten die Mädchen ganz neue Erfahrungen. „Es war gar nicht so langweilig, wie wir uns das vorgestellt hatten“, erzählten die Mädchen.
Keine Minute Ruhe habe es beispielsweise in der Kfz-Werkstatt gegeben. „Wir mussten Autos hochbocken, schrauben oder schweißen. Wir sind richtig dreckig geworden.“
Nach diesen individuellen Praktika besichtigten die Mädchen am Donnerstag entweder das Frauenprojektlabor an der Fachhochschule Dortmund, das Berufskolleg in Werne, die Polizei in Bork oder die Schering Pharma AG.

Viel Zeit zum Reden blieb dann am Freitag zum Abschluss der Projektwoche.

Prinzessin im Körper
In ihrer Kuschelecke sprachen die Mädchen darüber, wie sie selber sich sehen, wie andere sie sehen oder wie sie gerne gesehen werden wollen. In Silhouetten ihrer Körper schrieben sie ihre Eigenschaften und Träume. Im Körperumriss von Nailja war beispielsweise das Wort „Prinzessin“ zu lesen.
Eines ist für die Mädchen nach dieser Woche klar, nämlich nicht unbedingt typische Frauenberufe ergreifen zu wollen. „Wir wollen auf keinen Fall Hausfrau werden. Wir wollen Abwechslung und Spaß, das Leben genießen“, erzählen Viona und Greta voller Eifer. Und hinter ihnen an der Tafel prangt in großen Buchstaben das Motto ihrer Woche: „Mädchen sind spitze!“  

Quelle: RuhrNachrichten.de - 02.05.2012 Malte Bock

 

Eintrag vom: 02.05.2012